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Schleudertrauma aus medizinischer Sicht |
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Die Halswirbelsäule ist eine mehrsegmentale, äusserst komplex gebaute biomecha-nische und neuromuskuläre „Konstruktion“. Biomechanisch muss sie kompromissartig zwei sich ausschliessende Optionen erfüllen: erstens den Kopf tragen und zweitens die Bewegungen des Kopfes zulassen.
Dabei sind die Strukturen der Halswirbelsäule mit einer Vielzahl von Rezeptoren versehen. Diese dienen im Falle eines Reizes als Ursprung wesentlicher Steuerungs-impulse für die Motorik, die Schmerzverarbeitung sowie für weitere Wahrnehmungs-modalitäten und Hirnfunktionen. (Quelle: Baviera)
Bei einem Heckaufprall wird der Körper des Insassen zusammen mit dem Fahrzeug beschleunigt. Durch den heftigen Aufprall von hinten wird der Rumpf des Betroffenen blitzartig nach vorne bewegt, während der langsamer reagierende Kopf heftig nach hinten schleudert. Dadurch wird die Halswirbelsäule überdehnt, was v.a. zu Verletzungen im oberen Wirbelsäulenbereich führen kann. Diese können an sämtlichen Wirbelsäulen-bestandteilen entstehen; also an Knochen, Bändern, Bandscheiben, Sehnen, Muskeln, Blutgefässen und am Nervengewebe. Beschwerden müssen nicht unmittelbar nach dem Unfall auftreten, sondern können sich auch erst nach Stunden oder nach Tagen bemerk-bar machen. Die Symptome einer solchen Verletzung der Halswirbelsäule können u.a. Kopf- und Nackenschmerzen, Bewegungseinschränkungen der Halswirbelsäule, Übelkeit, Sehstörungen und Schwindelgefühle aber auch Konzentrationsstörungen und Lähmungserscheinungen sein. Bereits geringe Auffahrgeschwindigkeiten von unter 30km/Std. können zu Verletzungen führen, da die Kollision für die Betroffenen meist unerwartet erfolgt. Bei zur Seite gedrehtem Kopf während dem Aufprall können die Unfallfolgen noch gravierender sein. Der beschriebene Verletzungsmechanismus kann auch bei Sport- und Arbeitsunfällen auftreten.
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Mit dem Gutachte(r)n entscheidet sich alles |
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Samstag, 11. Februar 2012 in Winterthur
Kurs für Betroffene, die sich auf einen Gutachtertermin vorbereiten. Ausschreibung
Interview mit M. Stalder
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